Mitte April hat das Statistische Landesamt eine neue Schülerprognose herausgegeben. Für die öffentlichen Schulen wird ein Minimalwert von 396 600 Schülern und einen Maximalwert von 404 600 Schülern für das neue Schuljahr prognostiziert. Selbst beim Minimalszenario liegt die Zahl der Schüler noch um 6 700 höher als die Werte der Prognose des Jahres 2010 und die Zahlen werden in den kommenden Jahren weiter steigen.

Gründe dafür sind:

  • Anstieg der Geburtenrate in Sachsen
  • nicht vorhersehbarer Anstieg von Flüchtlingsströmen und entsprechender Bedarf an Vorbereitungsklassen für Grund-, Ober- und Berufsschüler
  • Anstieg der Zuzugsrate nach Sachsen
  • Rückgang der Fortzugsrate aus Sachsen

Es ist schön, dass sich immer mehr junge Familien entscheiden, in Sachsen zu leben und zu arbeiten. Doch darauf und auf die schulpflichtigen jugendlichen Flüchtlinge und Flüchtlingskinder müssen die Politik und die Schulen nun angemessen reagieren. Nur durch ein langfristiges Lehrerpersonalentwicklungskonzept und eine ausreichende Personalplanung kann Unterrichtsausfall für die Schüler vermieden und der Überforderung der Lehrer entgegengewirkt werden. Politik und Verwaltung müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass alle Schüler entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten unterrichtet und betreut werden können.

 

Zahlen, Daten und Fakten zu dem Thema findet ihr HIER.

 

Forderungen/Positionen:

  • das hohe Niveau der sächsischen Erziehungs- und Bildungslandschaft muss erhalten bleiben
  • die Gliederung des sächsischen Schulsystems bei den weiterführenden Schulen in Hauptschule, Oberschule und Gymnasium muss zur besseren individuellen Förderung der Schüler erhalten bleiben
  • Deutsch als Zweitsprache-Kurse sind grundlegendes Mittel zur Integration und müssen in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen
  • zur gelingenden schulischen Bildung und erfolgreichen Integration von minderjährigen und jugendlichen Flüchtlingen bilden Vorbereitungsklassen für die entsprechenden Schularten eine gute Ausgangsbasis für die weitere schulische, universitäre und berufliche Laufbahn