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Dresden, 18. Oktober 2016. Mit der kontinuierlich sinkenden Zahl der in Deutschland und Europa ankommenden Flüchtlinge, rückt die Frage der Integration weiter in den Fokus. Wenngleich viele Flüchtlinge den Wunsch haben – nach Beendigung des Krieges in ihrer Heimat – dorthin zurückzukehren, werden einige der Geflüchteten langfristig in Deutschland bleiben. Damit kommen sowohl auf die Flüchtlinge als auch auf die deutsche und europäische Gesellschaft weitreichende Aufgaben zu. Auf der einen Seite einen heißt es, Integrationsbereitschaft zu zeigen und auf der anderen Seite müssen entsprechende Integrationsangebote geschaffen werden.

Gelingende Integration bedeutet dabei auch, den persönlichen Glauben im Alltag leben zu können. Der Großteil der Flüchtlinge sind Muslime und bildet gemeinsam mit den bereits in Deutschland lebenden Muslimen einen Anteil von etwa 6,5 Prozent der deutschen Bevölkerung – einige von ihnen sind streng praktizierend andere wenig bis gar nicht gläubig. Als Teil aller gesellschaftlichen Bereiche nehmen Muslime zunehmend tragende Positionen und Ämter ein, begleitet von dem Wunsch, auch religiös zum festen Bestandteil der Gesellschaft zu werden. Waren bisher jedoch 63 Prozent der Muslime in Deutschland türkischstämmig, wird das Erscheinungsbild des Islams durch irakische, syrische und afghanische Muslime vielfältiger.

Vor allem die Diskrepanz der muslimischen Glaubensprägungen macht die Integration in unser Wertesystem nicht einfach. Welche Strömung wird im Religionsunterricht gelehrt? Müssen Polizei und Bundeswehr Seelsorger für jede einzelne Glaubensprägung vorhalten? Hat jede Glaubensrichtung einen Anspruch auf ihr eigenes Gotteshaus? Und die wichtigste Frage: Akzeptieren die Glaubensführer die Vorherrschaft des deutschen Grundgesetzes und die Trennung von Staat und Religion?

Diese Fragen werden wir auf unserer diesjährigen Perspektivwerkstatt diskutieren und sie in den Kontext des vom Bundestag mittlerweile beschlossenen Integrationsgesetzes setzen.

 

Programm

18:30 Uhr | Eröffnung

Alexander Dierks MdL

| Landesvorsitzender der Jungen Union Sachsen & Niederschlesien

 

| Impulsreferat - "Passt der Islam zu Deutschland?!"

Ayman A. Mazyek

| Vorsitzender des Zentralrats der Muslime (ZMD)

 

| Podiumsdiskussion mit

Ayman A. Mazyek

| Vorsitzender des Zentralrats der Muslime (ZMD)

Geert Mackenroth MdL

| Sächsischer Ausländerbeauftragter

Thorsten Gerald Schneiders

| Islam- und Politikwissenschaftler und Redakteur beim Deutschlandfunk

Khaldun al Saadi

| Mitglied der Jungen Islam Konferenz

Christian Fischer (Moderator)

| Pressensprecher der CDU-Fraktion

 

ab circa 20:30 Uhr | Get-together mit kleinem Imbiss

 

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 21. November 2016 via Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über das Onlineformular.

 

Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung entnehmt bitte dem Flyer.

 

Die Veranstaltung wird durchgeführt vom Ring Politischer Jugend Sachsen e.V. in Kooperation mit der Jungen Union Sachsen & Niederschlesien und wird gefördert aus Mitteln des Freistaates Sachsen.