Digitale Bildung min

 

Dresden, 12. April 2017. Am heutigen Plenartag hat der Sächsische Landtag den gemeinsamen Antrag von CDU und SPD "Digitale Entwicklung in der Schule fördern" beschlossen. Als Junge Union begrüßen wir die Entscheidung als richtigen Schritt für eine zukunftsfähige digitale Bildung an Sachsens Schulen.


"Digitale Bildung darf an Sachsens Schulen nicht nur nebenbei betrieben werden, sondern muss einen größeren Stellenwert einnehmen. Sie wird Schule bereichern und sie weiterentwickeln, gleichzeitig individueller und kooperativer gestalten. Die Arbeitswelt wird zunehmend spezialisierter und digitaler. Sowohl im Handwerk, in den Fertigungshallen mittelständischer Unternehmen und Global Player, am Büroarbeitsplatz oder in Dienstleistungsberufen. Dass wir die digitale Entwicklung in der Schule fördern, wird für die Zukunft unseres Freistaats ganz zentral sein – als Bildungsstandort, als Hochschulstandort, als Wirtschaftsstandort", so der JU-Landesvorsitzende Alexander Dierks MdL. 

Schon 2014 regte die Junge Union mit ihrem Leitantrag „Digitale Bildung - Digitalisierung als Chance für eine zukunftsgewandte Bildungspolitik“ die Diskussion über die digitale Bildung an. Die Nutzung neuer Medien ist für Kinder und Jugendliche im außerschulischen Leben bereits Alltag. 

"Bisher fehlt jedoch oft eine geeignete Implementierung der Möglichkeiten von digitalen Formaten in den Unterrichtsalltag. So versprechen die Nutzung des Internets für Recherchezwecke, das Arbeiten mit Lernplattformen uvm. eine sinnvolle Ergänzung des herkömmlichen Unterrichts. 

Medienkompetenz ist aber noch viel mehr: Zunehmend bewegen sich Heranwachsende online. Neben dem Elternhaus muss auch Schule über die Chancen und Risiken informieren. Datenschutz und -sicherheit, Cybermobbing, Nutzung von Chatrooms, Schutz des eigenen Rechners und vieles mehr muss den Schülerinnen und Schülern auch in der Schule vermittelt werden. Digitale Bildung ist nicht als einzelnes Unterrichtsfach zu sehen, sondern ist eine Querschnittsaufgabe für alle Fachlehrer. Diese Auffassungen der JU liegen auch dem Antrag von CDU und SPD zugrunde.

Alexander Dierks MdL: „Unserer Forderung nach einem Fahrplan zur digitalen Bildung wurde nun nachgekommen. Der vorliegende Antrag ist das Ergebnis einer offen geführten Debatte, über Chancen, Risiken und Wege der digitalen Bildung, in die sich die Junge Union konstruktiv eingebracht hat. Insgesamt kann nun ein Konzept umgesetzt werden, das die richtigen Schwerpunkte setzt. In unserem Leitantrag benennen die wir Qualifizierung von Lehrinnen und Lehrern als Grundvoraussetzung für guten Unterricht mit neuen Medien. Dies schlägt sich auch im Antrag von CDU und SPD nieder. Die Koalition hat ebenso erkannt, dass es einer zeitgemäßen technischen Ausstattung bedarf. Nötig dafür sind nach Ansicht der JU neben der Hardware auch freie WLAN-Netze an den weiterführenden Schulen. Dass an Sachsens Schulen die digitale Bildung nun so umfassend umgesetzt werden soll, ist vor allem der Verdienst von Staatsministerin Brunhild Kurth. Sie hat sich mit Nachdruck auf der Kultusministerkonferenz für das Thema eingesetzt. Mit der Schaffung des Schlüsselreferats für politische und digitale Bildung, hat sie gezeigt, dass diese beiden Felder künftig im Fokus sächsischer Schulpolitik stehen. Ich sehe jetzt Wissenschaftsministerin Stange und Wirtschaftsminister Dulig in der Pflicht, ihren Beitrag zur Umsetzung zu leisten. Frau Stange muss dafür sorgen, dass an Sachsens Universitäten die entsprechenden Angebote der Unterrichtsdidaktik für Lehramtsstudenten vorgehalten werden. Als Wirtschaftsminister muss Martin Dulig den Breitbandausbau im Freistaat weiter vorantreiben.

 

 

 

 

 

Die Pressemitteilung im PDF-Format findet ihr HIER.