neu Der tragische Tod des jungen Mannes macht fassungslos

Dresden, 29. August 2018. Tom Unger: "Die Ereignisse der vergangenen Tage sind schockierend. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern der Messerstecherei und ihren Angehörigen. Zu allererst gilt es jetzt, den Tathergang aufzuklären, die Täter zu ermitteln und diese auf Grundlage der geltenden Gesetze zu bestrafen. Selbstjustiz hat keinen Platz in unserer Gesellschaft. Der tragische Tod des jungen Mannes macht fassungslos. Die Instrumentalisierung durch Rechtsextremisten für ihre politischen Zwecke ist widerlich.


Kein Verbrechen rechtfertigt eine Hetzjagd auf Menschen anderer Herkunft oder Attacken auf unsere Polizeibeamten. Wir sind uns sicher, dass die sächsische Polizei und Justiz gegen diejenigen mit allen Mitteln des Rechtsstaates hart vorgehen wird. Dennoch kommt es auf jeden Einzelnen an, diesem Hass keinen Raum zu lassen. Niemand darf wegschauen, wenn ein entfesselter Mob durch unsere Städte zieht, Hitlergrüße zeigt, Naziparolen brüllt und seinem Hass freien Lauf lässt. Was sich in Chemnitz im Nachgang der Messerstecherei abgespielt hat, muss jeden in unserer Gesellschaft alarmieren. Wer in einer freien, rechtsstaatlichen und demokratischen Gesellschaft leben will, muss sich entschieden gegen jeden Extremismus wehren! Und denjenigen, die für sich in Anspruch nehmen, nur aus persönlichen Sorgen oder Ängsten Seit an Seit mit Neonazis demonstriert zu haben, sei gesagt: Schauen Sie, mit wem Sie gemeinsame Sache machen! Sie verstärken mit Ihrer Anwesenheit diese Hetze. Das schadet allen Menschen in unserem Freistaat. Ministerpräsident Michael Kretschmer hat dazu in seiner gestrigen Pressekonferenz die richtigen Worte gefunden." 

Zudem fordert die Junge Union eine lückenlose Aufklärung, wie es dazu kommen konnte, dass der Haftbefehl gegen die beiden Tatverdächtigen nun im Netz kursiert und von rechten Kreisen dort geteilt wird.