Lehrer sind nicht einfach nur Vermittler und Erklärer von Unterrichtsstoff. Zu ihren Aufgaben gehört auch, Vertrauensperson für ihre Schüler zu sein und die Heranwachsenden erziehend zu begleiten. Dieses Aufgabenfeld wird durch die gesellschaftliche Entwicklung genauso wie neue Verordnungen, Richtlinien und Gesetze jedoch ständig erweitert:

  • Inklusion von Schülern mit sonderpädagogischem Bedarf wird durch die UN-Behindertenrechtskonvention nach und nach zur Pflicht
  • zur schulischen Integration von Flüchtlingen steigt der Bedarf an „Deutsch als Zweitsprache“-Kursen und interkultureller Kompetenz
  • durch zunehmende Heterogenität der Schülerschaft steigt der Bedarf an Schulsozialarbeit, um sich im Unterricht auf die Inhalte fokussieren zu können

Hinzu kommt, dass die Lehrer sowohl für die neuen pädagogischen Aufgaben als auch für die technische Entwicklung und neuen fachlichen Input mehr Zeit für Fort- und Weiterbildungen bekommen müssen. Die Qualität frühkindlicher und schulischer Bildung, Erziehung und Betreuung steht und fällt mit der Eignung und Befähigung des Personals.

 

Zahlen, Daten und Fakten zu dem Thema findet ihr HIER.

 

Forderungen/Positionen:

  • Lehrer und Erzieher müssen fortwährend qualifiziert und in ihrer Arbeit evaluiert werden
  • Lehrer- und Erzieherfortbildung muss stärker im Stunden- und Vergütungskontingent berücksichtigt werden
  • Schulsozialarbeit muss in der Fläche ankommen
  • der Freistaat muss die Kommunen in ihrer Aufgabe der Gewährleistung der Schulsozialarbeit unterstützen
  • der Freistaat kann es sich nicht leisten, auf junge Talente zu verzichten
  • Investitionen in die Schulsozialarbeit und Jugendhilfe sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes
  • wir müssen die Schulabbrecherquote und die Zahl der Jugendlichen ohne Abschluss verringern